HARTZ IV- faul und arbeitsscheu? Mit Vorurteilen aufräumen!
Es ist ein sehr umstrittenes Thema- Hartz IV. Die Grundabsicherung für Personen, die nicht arbeiten können und dennoch ihr Leben und das ihrer Familie bestreiten müssen. Das ist der Grundgedanke. Wie sich die Summen genau zusammensetzen kann man auf der Website: http://www.gegen-hartz.de/hartzivregelleistung.php. einsehen.
Dass sich der Gedanke diese Menschen wollten nicht arbeiten in den Köpfen vieler Menschen manifestiert hat, ist eine ganz andere Angelegenheit. Man sollte nicht ausschließen, dass dies auf einige Personen ganz sicher zutrifft, doch es ist falsch jedem der Hartz IV empfängt diesen Stempel aufzudrücken. Denn dem ist eben nicht immer so. Es ist allgemein bekannt: Das soziale Familiennetzwerk funktioniert nicht immer so optimal, wie früher. Dadurch wird die Kinderbetreuung immer schwieriger. Das gilt vor allem für Alleinerziehende. Nimmt man eine Mutter als Beispiel mit einem Kind von 0-10 Jahren, kann man das stark verdeutlichen.
Dabei spielt es auch eine Rolle ob man sich in einer Stadt oder eher ländlichen Gegend befindet. Diese Mutter könnte sich ganz sicher eine Arbeitsstelle suchen, wenn das Kind den Kindergartenbesuch wahrnehmen kann. Allerdings stellten sich dann auch viele Problematiken. Meistens findet diese „freie nutzbare Zeit“ in dem Zeitraum von 7-12 Uhr statt. Zweitens scheuen sich viele Arbeitgeber davor solche Mütter einzustellen, was auch verständlich sein kann. Man muss den Weg zum Arbeitsplatz zurücklegen, was die reine, echte Arbeitszeit wieder reduziert. Ein Kind kann jederzeit erkranken, was diese Mutter zu einer unsicheren Komponente im Betrieb macht. Und man muss auch bedenken, wie viele Ferien die Kinder haben. Alleine die Sommerferien von 6 Wochen können einen langen Arbeitsausfall bedeuten.
Natürlich könnte man nun sagen, die Mutter kann ja einen Betreuungsplatz suchen. Doch auch dieser kostet Geld, das von dem ohnehin schon geringen Verdienst abgeht. Ab einem gewissen Alter könnte man die Kinder auch alleine zu Hause lassen, doch ist das nicht besonders verantwortungsvoll und diese Mutter würde sich ganz sicher ständige Gedanken um das Kind machen und dadurch unkonzentriert sein.
Ebenso muss man auch betrachten, dass Menschen die durch Krankheiten in ihrer Persönlichkeit eingeschränkt sind- und seien es nur geringe- auf dem Arbeitsplatz auch wenige Chancen haben, denn man ist verpflichtet diese bei dem Vorstellungsgespräch anzugeben. Menschen ab einem gewissen Alter haben ebenso wenige Chancen, da man jüngere Menschen vorzieht, da diese noch agiler und lernfähiger sind. Dass ältere Menschen den Vorteil in sich bergen, dass sie bereits viele Erfahrungswerte aufweisen wird dabei gerne übersehen.
Wir wissen dass einige dieses System ausnutzen und das sogar offen äußern, doch bevor man sich ein echtes Urteil über einen Hartz IV Empfänger erlaubt, sollte man sich doch die Mühe machen das genauer zu betrachten und zu überdenken. Vorteile sind schnell über andere gemacht, doch es ist keineswegs richtig- und keiner möchte das bei sich selbst erleben. Deshalb lieber nachdenken und vielleicht Hilfe anbieten, anstatt darüber zu lästern, kritisch zu urteilen und den Menschen sehen, anstatt nur das zu sehen was man sehen möchte.





